Jahrelanger Kampf mit der Grundschule

Das ist die Geschichte von einem Jungen, der sich in der Grundschule von Anfang an nicht wohlfühlte. Es war dort so schwierig für ihn, dass er somatische Beschwerden entwickelte. Nach langem Kampf der Eltern gab es ein Happy End an einer anderen Schule. Ich darf hier (natürlich anonymisiert) die Rückmeldung seiner Mutter veröffentlichen:

Liebe Silvera,

wir als Familie sind inzwischen zur Ruhe gekommen. Daher habe ich die Zeit und auch den Wunsch ein paar persönliche Worte an dich zu richten.

Rückblickend waren die Jahre 2024 und 2025 für uns äußerst nervenaufreibend. Über lange Zeit drehte sich bei uns nahezu alles um Schule und Hausaufgaben.

Marathon an Arztterminen

Wenn ich auf den vorausgegangenen Weg zurückblicke – den Marathon aus Arztterminen, Diagnosen und Physiotherapien – dann war die Begegnung mit dir ein entscheidender Wendepunkt. Deine klare Empfehlung, einen Intelligenztest zu machen und das anschließende Ergebnis haben uns enorm entlastet. Zu wissen, dass mit unserem Sohn alles in Ordnung ist, war beruhigend. Gleichzeitig stellte uns diese Erkenntnis vor eine neue Aufgabe: ihm das zu geben, was er braucht, um wachsen und sich entfalten zu können – und ihm langfristig zu ermöglichen, zu verstehen, dass er gut ist, so wie er ist und selbstbewusst sein darf.

Sprengelgrundschule

Du weißt: Mit der Grundschule in (Ort) liegt ein langer und anstrengender Weg hinter uns, geprägt von viel Unverständnis und einer spürbaren Gleichgültigkeit. Erst zu Beginn der dritten Klasse kam mit einer jungen, engagierten Lehrerin erstmals jemand, der erkannte, dass (Kind) kognitiv weiter ist als viele andere Kinder und zumindest ansatzweise versuchte, die Anforderungen an ihn anzupassen.

Gleichzeitig wurde für uns immer deutlicher, wie belastend der Schulalltag dort für (Kind) war. In den Klassen herrschte ein hohes Maß an Aggression, es gab Gewaltandrohungen, Schlägereien und eine sehr vulgäre Ausdrucksweise. Auch wenn (Kind) nie direkt involviert war, war er diesen Umständen täglich ausgesetzt. Der Unterricht war häufig so laut, dass Kinder mit Kopfhörern arbeiten sollten – ein Umstand, der uns sehr nachdenklich gemacht hat. Wir haben deutlich gespürt, dass es (Kind) unter diesen Bedingungen zunehmend schlechter ging. Auch vor diesem Hintergrund haben wir die Entscheidung getroffen, die Schule zu wechseln.

Wechsel an die Privatschule

(Kind) besucht nun seit acht Wochen die (Privatschule).

Im Halbjahresgespräch habe ich zum ersten Mal ausschließlich Positives über mein Kind gehört. Eine Lehrerin, die zu ihm sagt: „(Kind), ich weiß, dass du das kannst. Du bekommst das hin. Du musst nur noch an deiner Konzentration arbeiten.“ Sie sieht, dass er Inhalte einmal aufnimmt, verarbeitet und zuverlässig abrufen kann, wenn er sie braucht. Sie erkennt, wie weit er kognitiv ist, und hat Freude daran, ihn auf seinem Weg zu begleiten – damit er das sein kann, was er ist:

ein neugieriger, lebensfroher Junge, der zudem sehr intelligent ist.

Hier darf man sein wer man ist

(Kind) ist angekommen. Er ist integriert. Vor allem aber fühlt er sich wohl. Er ist wieder motiviert und lebensfroh – so sehr, dass er von sich aus entschieden hat, wieder Schlagzeugunterricht zu nehmen und sich seinen Interessen erneut zu öffnen. Durch seine jetzige Klassenlehrerin hat er gelernt, dass Anderssein erlaubt ist – und dass „anders“ in seinem Fall auch bedeutet, intelligenter zu sein.

Wir erleben dort eine individuelle Förderung, wie wir sie uns lange gewünscht haben. Sind Inhalte einmal zu viel, werden sie reduziert.

Kann er wieder mehr leisten, darf er das auch. Natürlich gibt es weiterhin tägliche Diskussionen rund um Hausaufgaben, aber sie sind für ihn nicht mehr belastend. Heute sagt er: „Ich mache das auch für meine Lehrerin. Ich zeige ihr, dass ich das kann.“

Vorurteile des Rektors der staatlichen Grundschule verunsichern

Warum ich auch rückblickend sehr froh über den Schulwechsel bin, ist ein denkwürdiges Gespräch mit dem Rektor der Grundschule in (Ort). Uns wurde – mehr oder weniger deutlich – nahegelegt, dass ein Wechsel an eine Privatschule ein Risiko darstelle. Sollte (Kind) später an eine staatliche Schule oder ein staatliches Gymnasium zurückkehren wollen, sei dieser Weg keineswegs selbstverständlich. Er müsse Aufnahmetests absolvieren und könne im Zweifel auch abgelehnt werden. Begründet wurde dies damit, dass die (Privatschule) angeblich deutlich „leichter“ sei als eine staatliche Grundschule und inhaltlich weit hinter dem staatlichen Niveau zurückliege. Diese Aussage hat mich zunächst sehr verunsichert. Gleichzeitig habe ich mich an deinen Rat erinnert: „Entscheidungen müssen danach getroffen werden, was ein Kind braucht, um glücklich und stabil zu sein – nicht danach, was theoretisch irgendwann einmal problematisch werden könnte.“

Wenn ich heute auf die letzten Wochen an der (Privatschule) blicke, kann ich mit Überzeugung sagen: Diese Schule steht einer staatlichen Grundschule – gerade in Bayern – in nichts nach. Im Gegenteil. Die Kinder sind in allen Fächern, insbesondere in Mathematik und Deutsch, deutlich weiter. Die Lehrinhalte sind klar, sinnvoll strukturiert und auf das Wesentliche konzentriert. Die Kinder lernen das, was sie wirklich können müssen, und werden nicht mit Wiederholungen belastet, die sie längst beherrschen.

Die Schule ist zudem bilingual. Obwohl (Kind) zuvor zwei Jahre Englisch verpasst hatte, hat er diesen Rückstand innerhalb der wenigen Wochen aufgeholt. Wir erleben sehr deutlich, dass dieses Konzept für ihn hervorragend funktioniert und dass er es kognitiv wie sprachlich sehr gut umsetzen kann. Auch die Arbeitsblätter und Lerninhalte sind für uns deutlich plausibler und stimmiger. Die Materialien sind nicht auf endlose Wiederholungen ausgelegt, sondern darauf, zügig und sinnvoll mit dem Lernstoff voranzukommen – ein Ansatz, der für ein intelligentes Kind deutlich passender ist. Besonders positiv empfinden wir, dass der Blick nicht ausschließlich auf schwächere Kinder gerichtet ist, sondern dass jedes Kind sich individuell in seinem eigenen Tempo entwickeln darf.

Was wirklich geholfen hat

Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg waren deine Veranstaltungen, Infotreffen und Spiele-Events. Sie haben uns geholfen zu verstehen, was Intelligenz und Hochbegabung im Alltag bedeuten – und was wir als Familie daraus machen können. Insbesondere die Ergebnisse des Intelligenztests haben uns dabei geholfen, die Profile einzelner Schulen deutlich schärfer zu betrachten. Wir konnten klarer definieren, was für uns infrage kommt und was wir bewusst ausschließen. Gerade im schulischen Kontext waren diese Erfahrungen enorm wertvoll, weil wir heute sehr viel gezielter und realistischer in Richtung weiterführende Schule blicken können.

(Kind) ist nach dieser kurzen Zeit an seiner neuen Grundschule so gut entwickelt, dass sogar ein Überspringen in die vierte Klasse zum Halbjahr im Raum stand. Wir haben uns als Familie bewusst dagegen entschieden, weil er jetzt angekommen ist: Er hat Freunde, er ist integriert, er ist Teil der Gemeinschaft – und nicht mehr nur eine Randerscheinung wie zuvor. Das tut ihm unheimlich gut und gibt ihm sichtbar Kraft.

(Kind) ist nach wie vor ein ruhiges, in sich gekehrtes Kind.

Gleichzeitig sehen wir jeden Tag, wie er mehr aufblüht und beginnt, Schule zu genießen – und das ist bei der vielen Zeit, die Kinder dort verbringen, von unschätzbarem Wert.

Ich wünsche mir für seine Zukunft, dass er erkennt, welchen Schatz er in sich trägt, und dass er eines Tages selbstbewusst und stark seinen Weg gehen kann.

Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit dieses Wechsels.

Der Intelligenztest, deine Begleitung und die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben uns geholfen, mutige, aber richtige Entscheidungen zu treffen.

Und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit kann ich mit voller Überzeugung sagen:

Ich habe mein Kind wieder!

Liebe Grüße

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